"Hörst du mich noch?"

Nu, das war so eine Stan­dard­aus­sa­ge eines Ar­beits­kol­le­gen, wenn Te­le­fo­na­te unterwegs un­ver­mit­telt un­ter­bro­chen wurden.

Ja also: der war (und ist) im O2 Netz unterwegs und das gilt für mich teilweise auch. Vor vielen Jahren hatte ich mal ein Alditalk Paket gekauft und sogar auf dem großen Heuberg ab und zu eine “H” Ver­bin­dung erreicht, das ist aber lange her. Mit der “H” Ver­bin­dung.

Gerade eben hatte ich einen alten Artikel vom Dezember 2017 über die Netz­pro­ble­me von O2 gelesen. Daran hat sich, viel­leicht nicht nur für mich, in der Zwi­schen­zeit nicht allzuviel geändert. An den Netz­pro­ble­men. Im Gegenteil. Abgesehen davon, dass am Wohnort noch maximal ein “E” für Edge-Ver­bin­dung angezeigt wird, erreichen die tat­säch­li­chen Durch­satz­ra­ten teilweise nur einen Bruchteil einer GPRS Ver­bin­dung.

Klartext: hätte ich heute, Sonntag 18.11.2018, die Te­le­kom­sei­te für die Magenta-Prepaid-Tarife mit O2 In­ter­net­ver­bin­dung auf­ge­ru­fen, dann hätte ich nach etwa 16 Minuten lesen können, dass das System im Moment leider nicht er­reich­bar ist. Daraus können 2 Rück­schlüs­se gezogen werden: 1) die Ver­bin­dung mit O2 ist furchtbar langsam und 2) die In­ter­net­sei­ten der Telekom sind “nicht besonders toll”. Über 2 MB für die In­for­ma­ti­on, dass es keine In­for­ma­ti­on gibt, ist schon recht heftig?

Mit einer (D2) “H” Ver­bin­dung hat der Aufbau immer noch über 15 Sekunden gedauert, was zu einer dritten Schluss­fol­ge­rung führt: 3) eine “H” Ver­bin­dung bedeutet, dass In­ter­net­sei­ten recht schnell geladen werden … es sei denn, es handelt sich um Seiten der Bild­zei­tung oder von Telekom/T-Mobile? Über den In­for­ma­ti­ons­ge­halt darf in beiden Fällen gegrübelt werden.

Ergo?

Tschau Alditalk! Oder besser “Tschau O2”. Die Ver­bin­dung mit E-Plus, lang ist’s her, war irgendwie in­ten­si­ver…

Öfter mal was neues?!

Jo. Ab und zu muss man eben was neues probieren. Und 8 Jahre bei einem Netz­an­bie­ter sind ja auch mehr als genug, so lange habe ich kein Auto gefahren. Da es nur noch 3 Anbieter gibt, D1, D2 und O2, O2 aber aus oben erwähnten Gründen gar­nie­mals­ni­en­icht in Frage kommt, bleibt Vodafone und T-Mobile.

Für Vodafone “CallYa” ist die Karte bestellt und das (einfache) PostIdent Verfahren erledigt. Dieses war der erste Streich … doch der 2te folgt sogleich?

D1 war in der Ver­gan­gen­heit nicht unbedingt dafür bekannt, dass ausser den Original Telekom Tarifen andere Anbieter auch LTE nutzen konnten. Edeka Smart kann das. LTE. Werde ich testen, die Karte kostet rund 10 Euro und rund 10 Euro werden gut­ge­schrie­ben. Wenn das nicht zur vollsten Zu­frie­den­heit ausfällt, dann ist nicht viel verloren.

2 Tarife, 2* LTE. Braucht man das?

Nö.

Die höheren Da­ten­durch­satz­ra­ten sind mir nicht wichtig, darum geht es nicht.

Folgende Über­le­gung: wo bisher keine gute 3G (“H” oder “H+”) vorhanden ist, da wird wohl auch in Zukunft keine 3G Ver­bin­dung zustande kommen … weil die Netz­be­trei­ber in­zwi­schen eben das “4G” Netz, was LTE ist, ausbauen. Wenn also ein Tarif mit LTE und ein LTE fähiges Smartfon voranden ist, dann dürfte sogar auf der Schwä­bi­schen Alb und in Bayern ab und zu eine schnelle In­ter­net­ver­bin­dung zustande kommen.

Außerdem sind die La­tenz­zei­ten bei 4G kürzer als bei 3G. Was nix anderes bedeutet als das eine Ver­bin­dung (etwas?) schneller zustande kommen wird. Das wiederum ist nicht ganz unwichtig.

Hotspots

In meinem bis­he­ri­gen Leben habe ich die Mög­lich­keit, dass ein WLAN-Hotspot ir­gend­wel­che Bedeutung für mich haben könnte, nicht in Betracht gezogen. Kürzer: “WLAN-Hotspot? Brauch' ich nicht!”.

Beim Stöbern habe ich al­ler­dings in Albstadt eine ganze Menge Hotspots gefunden und sogar im Wohnort ist, 500 Meter entfernt, eine Hotspot gelistet. Da im Mit­tel­klas­se-EDEKA-Mo­bil­ta­rif für 9,95 Euronen auch noch eine Hotspot-Flat mit bei ist werde ich das testen.

Probleme über Probleme ...

Das klingt bisher ganz gut und auch nicht ganz un­ver­nünf­tig. Ganz speziell deshalb, weil bei mir die einzige Mög­lich­keit eine Ver­bin­dung zur großen weiten Welt her­zu­stel­len mein Smartfon ist. Festnetz is nich'.

Das erst vor kurzem an­ge­schaff­te Smartfon kann aber kein LTE und das wiederum bedeutet, dass ich mir ein su­per­tol­les weiteres Smartfon zulegen werde. Eines das eben dieses ominöse LTE be­herrscht. Nach in­ten­si­vern Be­rech­nun­gen ergibt sich dann ein Ge­samt­preis von horrenden 149,90 Euro womit an­de­rer­seits bei der Ap­fel­fir­ma nur ein An­teils­schein für ein Ei-Fon erworben werden könnte.

Wirklich gute Smart­pho­nes werden, das mag auch bei Apple so sein, in Ländern her­ge­stellt in denen sich die Form der Augen von der Form unserer Augen doch deutlich un­ter­schei­det. Es wird also ein “Made in China” Gerät.

Das wiederum, das “Made in China” steht übrigens auch bei manch einem Nokia Fon hinten drauf. Die bauen auch Smart­pho­nes. Oder lassen, in China, Smart­pho­nes bauen. Oder so.

Über Chi­naS­mart­pho­nes habe ich recht viel gelesen. Die gerade eben verlinkte Seite war da, neben Amazon, recht hilfreich.

Es wird ein CUBOT. Genauer: Ein Cubot Nova.

Das Gerät, ausser dass es LTE und 2 SIM-Karten kann, ist ein (low)Budget Phone was auf Deutsch nix anderes heisst als “Bil­lig­ge­rät”. Was anderes ist als Mi­ni­ma­list und letzt­end­lich Smart­fon­we­nig­nut­zer für mich kaum denkbar. Ausserdem kann es nicht angehen, dass die Leistung des Telefons größer als die Leistung des Desktop Computers wäre. Der “Desktop-Computer” ist ein Odroid QXU4, ein hoch­mo­der­ner Ra­sier­ap­pa­rat hat mehr Re­chen­leis­tung.

Das Cubot Nova ist aus­rei­chend leis­tungs­fä­hig: es kann EMail, SMS, browsen und als Hotspot dienen. Wie sich das Gerät mit dem speziell an­ge­pass­ten Android Go und dem ge­wal­ti­gen Ar­beits­spei­cher von einem GigaByte in der Praxis bewährt, darüber werde ich später mal berichten.

Falls jemand Bedarf an einer nicht genutzen Selfie-Kamera hat, kurze EMail genügt.

Ne, kleiner Scherz am Rande, viel­leicht erklärt mir ja noch jemand, weshalb genau ich diese ominösen Selfies machen sollte? Und, falls Selfies doch in Frage kämen, wie denn diese mit der geringen Re­chen­leis­tung vom Odroid oder Cubot in einer an­nehm­ba­ren Zeit und vor allem mit einer in der an­ge­ge­be­nen Hardware Aus­stat­tung lauf­fä­hi­gen Foto-Software auf schön getrimmt werden könnten. Das dürfte eine echte Her­aus­for­de­rung werden.

Oder so.

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