Ich muss wohl einige Kollegen und sonstige Leser enttäuschen. Nein, ich analysiere nicht alles.
waeltiblog

Ich muss wohl einige Kollegen und sonstige Leser enttäuschen. Nein, ich analysiere nicht alles.

Wer mich ein biss­chen länger kennt, der weiß, dass ich bei vielen Dingen bei Wi­ki­pe­dia und anderen Quellen stöbere. Um eben In­for­ma­tio­nen zu be­kom­men.

Das macht für mich Sinn, aus Neugier und manch­mal einfach aus dem Gefühl heraus, dass ich wissen will und manch­mal einfach wissen muss.

Für Viele ist das nicht nach­voll­zieh­bar, be­son­ders dann, wenn es sich um Dinge handelt die dem Ge­gen­über mehr oder weniger am Arsch vor­bei­ge­hen.

An­de­rer­seits scheint es Dinge zu geben, bei denen ich – im Ge­gen­satz zu Anderen – eben nicht endlos nach In­for­ma­tio­nen suche.

Ein ak­tu­el­les Bei­spiel:

Krebs. Me­ta­sta­sen, welche die Knochen an­grei­fen, sind ein­deu­tig nach­ge­wie­sen. Kleines Problem dabei: die Ursache kann, zu­min­dest im Moment, nicht fest­ge­stellt werden. Das nennt sich dann “CUP Syndrom” / Cancer with unknown primary.

Na­tür­lich wäre es für die Be­hand­lung, Che­mo­the­ra­pie, von großem Vorteil, wenn die genaue Ursache bekannt wäre. Die Be­hand­lung könnte dann ziel­ge­rich­tet er­fol­gen. Im anderen Fall ist es eher ein Schuss ins Blaue, auch wenn – nach einer großen Zahl von Tests – die mög­li­chen Be­rei­che “in etwa” bekannt sind.

Wobei halt “die mög­li­chen Be­rei­che” be­deu­ten, dass es mehrere Mög­lich­kei­ten gibt. Sub­op­ti­mal.

Weil nun Men­schen nicht so be­son­ders gut mit Un­si­cher­heit umgehen können, kommt man even­tu­ell im Ver­su­chung, auf ir­gend­wel­chen Wegen ein biss­chen mehr Si­cher­heit zu be­kom­men.

Doktor Google lässt grüßen.

So heißt es zum Bei­spiel, dass bei Kno­chen­me­ta­sta­sen in 20% der Fälle die Ursache ein Lun­gen­kar­zi­nom sei.

Das scheint nun eine recht ein­deu­ti­ge Aussage zu sein?

Mit­nich­ten.

Wenn in 20% Prozent der Fälle die Ursache ein Lun­gen­kar­zi­nom ist, dann be­deu­tet das eben auch, dass in 80% Prozent der Fälle die Ursache kein Lun­gen­kar­zi­nom ist?

Und nun setzen wir uns hin, listen die anderen Mög­lich­kei­ten auf und be­gin­nen zu würfeln…


Lange vor dem Teil mit dem Würfeln ist al­ler­dings klar, dass, zu­min­dest jetzt – mit den bisher be­kann­ten In­for­ma­tio­nen – eine exakte Be­stim­mung der Ursache nicht möglich ist.

Ich hätte das sehr gerne anders. Aber zum jet­zi­gen Zeit­punkt macht die Suche nach In­for­ma­tio­nen aber sowas von keinen Sinn, dass es für mich schlau­er er­scheint, bis mehr In­for­ma­tio­nen vor­han­den sind, etwas anderes mit meiner Zeit an­zu­fan­gen.

Oder so.

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