wälti sein blog ☟

Aufbäumen. Widerstand. Manisch.

Die letzten zwei Tage waren recht produktiv. Nicht nur was die Anzahl der Artikel angeht.

Montag per pedes zum Doc, die Strecke von etwa 1,1/1,2 Kilometer in me­dail­len­ver­däch­ti­gen 25 Minuten zu­rück­ge­legt. Al­ler­dings war ich da dann recht aus­ge­pumpt und dankbar dafür, dass vor dem Haus eine Sitz­ge­le­gen­heit mit recht stark geneigter Rü­cken­leh­ne vorhanden war. Beim Rückweg war dann al­ler­dings die Ge­schwin­dig­keit deutlich unter 2,5km/h. Man ist ja auch nicht mehr der Jüngste?

Es ist noch nicht lange her, da hätten die Angaben von oben für mich recht ka­ta­stro­phal geklungen. Wenn aber über einen längeren Zeitraum der Weg aufs Klo nicht ohne Gehilfe machbar ist, dann werden auch solche kleinen Er­folgs­er­leb­nis­se zu etwas be­son­de­rem.

Sei's drum.

Bis 31.05. krank­ge­schrie­ben. Und ab und zu geht einem der Gedanke durch den Kopf, ob denn das Liegerad, ir­gend­wann, wieder genutzt werden kann, oder das Teil nicht besser ver­scher­belt werden sollte. Und ob, wenn ja, wann, eine sinn­stif­ten­de Arbeit wieder möglich ist. Die Ansprüche sind dabei nochmal ein gutes Stück kleiner geworden.

Es ist viel­leicht nach­voll­zieh­bar, dass unter den Umständen die Mög­lich­keit ein paar Texte zu schreiben auch in gewisser Weise be­frie­di­gend sein kann. Wenn denn die Energie / Mo­ti­va­ti­on wie im Moment vorhanden ist.

Die etwas über­bor­den­de Energie, deshalb das “manisch” im Titel, hat wohl auch damit zu tun, dass morgen die nächste Che­mo­the­ra­pie ansteht. Das ist kein Welt­un­ter­gang, dennoch besteht die Mög­lich­keit, dass die Energie für ein paar Tage, hm, etwas weniger aus­ge­prägt vorhanden sein wird.

Zu Zeiten, da denn aus­rei­chend Energie vorhanden ist, sollte diese deshalb auch genutzt werden. Weil in dem Fall schreiben auch der Seele gut tut. Leider ist, aus Gründen, mit dem Smartfon nicht wirklich Free­wri­ting möglich. Aber auch da gilt: “Carpe Diem”. Wobei ich Carpe Diem nicht mit “nutze den Tag” übersetze, sondern im ver­mut­lich ur­sprüng­lich gemeinten “pflücke den Tag”. Der Un­ter­schied, das mag nicht jeder so sehen, erscheint mir wichtig.

Also, kurz: ich bin im Großen und Ganzen zufrieden. Was die nächsten Tage bringen, das wird sich zeigen. Es kommt wie's kommt.

 ◀ 

 ▶ 




home|Alltag|wälti|dsgvo